naturwelten & zwergenmutter
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Erlebnisbericht des Lady - Gaia Aufstiegsseminar im Kloster St. Odile

Elsass, Frankreich vom 6. bis 8. November 2009

geschrieben von Beatrice Reszat

 

Die Begegnung

Was war denn das für eine Frau? So eine hatte ich noch nie gesehen. Ihre Augen waren hellblau, wie das Meer wenn die Sonne scheint und ihr Lächeln war warmherzig und fröhlich. Eine intensive Energie, der man sich nicht entziehen konnte, ging von ihr aus, und sie lachte ein ansteckendes Lachen. Ihr Stand befand sich neben meinem und sie bestaunte meine Bücher und ich ihre CD’s und Naturwesen, die mich allesamt mit blitzenden Augen anlächelten, als wüssten sie etwas, was ich nicht weiß. Schon bald waren wir am kichern und am Lachen, ganz ohne Grund. Einfach weil es schön war, zu lachen, sich zu freuen und weil irgendetwas in uns einander erkannte. Ich fühlte mich wie eine dieser Feen aus den Disney Filmen, die herum flattern und dabei Sterne versprühen. Die ist ja klasse, dachte ich mir, klasse und selten! So begegnete ich Sian, der Elfenbeauftragten und Zwergenmutter. Warum ich das schreibe? Weil das eigentlich der ursprüngliche Grund war, warum ich heute, vier Jahre danach, einen Erlebnisbericht über das Aufstiegsseminar von Sian und Lunaris schreibe. Und ich erzähle es, weil ich immer wieder so begeistert bin davon, wie genau und komplex das Universum alles miteinander verwebt und verbindet, auch wenn man das große Bild oft erst später erkennt. Sian meinte zwar zu mir, ich solle nichts über sie schreiben, denn es gehe doch nicht um sie, ihre Person sondern um das Seminar. Aber das geht nicht, denn für mich ist das ausschlaggebende, neben dem inhaltlichen Thema natürlich, WER ein Seminar gibt. Es ist doch so, je weniger Ego ein Medium, also der Kanal hat, umso klarer und weniger subjektiv gefärbt sind die Botschaften. Ich finde, da gibt es große qualitative Unterschiede. Und bei dieser Frau würde ich vermutlich auch zum Seminar gehen, wenn sie sagt, wir steigen in einen Vulkan und kommen am anderen Ende der Erde wieder heraus.

Sian ist Zwergenmutter und Elfenbeauftragte. Mit ihrem Mann Lunaris zusammen ist sie Schöpferin und Bewohnerin einer Zauberwelt, zu der eine Naturstein – Grotte, ein Medizinrad und viele, viele Naturwesen gehören. Sian hat eine Akademie gegründet, die sie die hohe Schule der Naturwelten nennt. Man erlernt dort alles über die Wirkungsweise der Naturwelten. Ab und an gehen sie mit ihren CD’s und der ganzen großen Naturwesenfamilie auf Messen, damit die Naturwesen zu den Menschen kommen. So hätte es auch gemütlich weiter gehen können. Doch wie es mit dieser Zeitqualität nun einmal ist, denn es geht ja um nichts weniger als um den Aufstieg, sollen dieses Wissen und diese Energien mehr und mehr Menschen zugänglich gemacht werden und so entstand die Idee, eines Aufstiegsseminars.  Es fand sich dafür schnell der geeignete Ort: ein Kloster auf dem „heiligen Berg in den Wolken“, dem Odilienberg, dem Mont St. Odile im Elsass. Ein Wallfahrtsort und der letzte bewohnte, große europäische Kraftplatz, den auch viele Pilger aus aller Welt aufsuchen. Das Seminar sollte stattfinden an dem Wochenende nach Samhain, dem keltischen Neujahrsfest, ein Zeitpunkt, zu dem besonders kraftvolle und reinigende Energien aktiviert sein würden. Der perfekte Platz und genau die richtige Zeit, um zu spüren und zu erfahren, was Aufstieg tatsächlich bedeutet. Um belastende alte Anbindungen loszulassen und sich mit der Energie von Lady Gaia, unserer Mutter Erde, zu verbinden. Wie perfekt Ort und Zeitpunkt waren, das sollte auch ich noch ausgiebig erfahren...

Wenn das Herz ruft

In meiner Mailbox finde ich eine E-mail von Sian: „Hallo, ich brauche einen Reporter für unser Aufstiegs - Seminar, willst Du nicht kommen und einen Erlebnisbericht darüber schreiben?“

Na und ob ich das wollte. Normalerweise wäge ich länger ab, bevor ich so eine Entscheidung treffe, aber ich war von den Bildern des Klosters auf dem Mont St. Odile wie magnetisch angezogen

und wenn das Gefühl so stark ist, dann sollte man besser nicht widersprechen. Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte war, dass mein Seminar schon eine Woche vorher beginnen würde. Am Wochenende zuvor hatte ich anstrengende Dreharbeiten in Österreich beendet, wo ich als Autor für eine Fernsehsendung gearbeitet hatte. Sofort nach meiner Rückkehr wurde ich krank.

Das erste Mal seit Jahren bekam ich eine saftige Erkältung, die weniger mit Husten und Schnupfen daher kam, als mit einer totalen körperlichen Schwäche. Ich konnte nicht anders, als mein Tempo und meine Arbeit komplett herunter zu fahren. Nach den üblichen: „..aber ich muss doch, aber ich kann doch nicht“ Gedanken, nahm ich die Situation an, es ging mir einfach zu schlecht, um mich weiter zu wehren. Von dem Zeitpunkt an verbrachte ich eine Woche, die wie ein Urlaub war. Das hatte ich seit Jahren nicht gemacht. Ich schlief lange, las viel und schrieb noch mehr, da ich so viele erhellende, inspirierende Gedanken hatte. Ständig spürte ich eine Präsenz um mich herum und vernahm eine deutliche Stimme in mir, die mir immer wieder sagte: „Bleib in deinem Herzen, das ist alles, was Du zu tun hast. Tu nichts und bleib in Deinem Herzen!“

Das versuchte ich dann auch und die „erzwungene“ Ruhe half mir natürlich sehr dabei. Ich lauschte in mich hinein und nahm immer wieder Verbindung zu meinem Herzen auf und ich kann Euch sagen, es war sehr schön dort. So schön, dass ich gar nicht mehr heraus wollte. Das bräuchte ich auch gar nicht, sagte die Stimme, ich sollte nur eine Umschichtung in der Kommando Zentrale vornehmen: das Herz wird der Boss und der Verstand der Angestellte, nicht wie bisher umgekehrt. Ich malte mir aus, was mein äußerst munterer und agiler Verstand dazu sagen würde. Prompt kam die Antwort: Wenn der Verstand dann beleidigt ist, dann soll mir das einfach egal sein. Das würde sich schon wieder legen, eine reine Gewohnheitssache. Ich begriff langsam, dass ich sozusagen von höherer Stelle heruntergefahren wurde, wie ein Computer im Stand by modus, während eine Art Systemerweiterung stattfand und ich mir von einem gigantischen Server neue Programme herunterladen durfte.

So verlebte ich eine ruhige, wunderschöne Woche, die offenbar nicht umsonst so war wie sie war,

das konnte ich deutlich spüren. Was mich nur wunderte war, dass ich die ganze Zeit keine Informationen bekam für das Drehbuch, das ich als nächstes schreiben sollte. Die waren mir doch schon vor einer Woche angekündigt worden. Dauernd schaute ich trotz Erkältung in meine E-Mails. Seltsam. Aber ich wollte auch nicht groß nachhaken, denn es passte mir ja ganz gut in den Kram. Später fand ich heraus, dass diese Firma alles an eine falsche E-Mail Adresse geschickt hat, obwohl sie vorher immer die richtige benutzt hatten. Da schau her! Ich wusste bisher nicht, dass die geistige Welt auch als Spam- Filter agiert! Die Woche verging wie im Fluge und dann ist es so weit.

Der heilige Berg über den Wolken – die Reise beginnt

Die Anreise der Seminarteilnehmer ist für Freitagnachmittag geplant. Ich fahre also vormittags los und  stehe bald im ersten von mehreren Staus, doch, oh Wunder, ich ärgere mich gar nicht! Hey, denke ich mir, das Seminar hat doch noch gar nicht angefangen und ich bin schon so ausgeglichen!

Kurz nach Offenburg öffnet sich plötzlich ein helles Loch im tief hängenden grauen Himmel. So weit ich sehen kann, ist alles dunkelgrau, bis auf dieses Loch, das größer wird, bis es eine Ellipsen Form annimmt, wie ein Auge. Und durch dieses riesige Auge, in dem ein Stück blauer Himmel schimmert,  fallen plötzlich goldene Sonnenstrahlen auf die Erde, die um so leuchtender erscheinen vor diesem schwarzgrauen Himmel. Ich fahre ganz langsam und kann meinen Blick nicht abwenden, was für ein überirdisch schönes Schauspiel! Ich muss daran denken, dass Sian uns geschrieben hat, dass wir bereits Tage zuvor auf das Seminar vorbereitet werden, was sich bereits bestätigte, und dass der Weg zum Seminar sehr eindrücklich und energievoll sein wird. Sie schrieb, dass der Weg teilweise oberhalb der unterirdischen Wege verläuft, die in die Kristallstadt führen und dass wir auf diesem Weg schon mit der geöffneten Kristallenergie des heiligen Berges in Resonanz gebracht werden. Ich fühle mich auf jeden Fall tief in meinem Herzen berührt!

Das letzte Stück des Weges lege ich im Dunkeln zurück. Es geht auf Serpentinen durch einen dunklen, vollkommen stillen Wald, bei dem ich unwillkürlich an das Märchen vom Rotkäppchen denken muss.

Es würde mich nicht wundern, wenn sie plötzlich mit ihrem Korb aus dem Dunkel auftauchen würde. Am Ende öffnet sich die Straße zu einer langen Zufahrt mit Parkplätzen, an deren Ende ein großes Gebäude vor der dunklen Nacht aufragt: das Kloster der Odilia. Von hier aus sieht es ein bisschen aus, wie aus einem Geisterfilm. Es weht ein kalter Wind und ich beeile mich, mit meinem Koffer hinein zu kommen.

Innen finde ich eine schöne Kombination aus alten und neuen Elementen vor, hier haben offenbar einige Renovierungsarbeiten statt gefunden, die dem ursprünglichen Geist und Atem des alten Gebäudes Gott sei Dank seinen Raum gelassen haben. Ich finde sofort den Saal, in dem Lunaris jetzt die Zimmerschlüssel ausgibt und in diesem ab morgen das Lady Gaia Aufstiegsseminar stattfinden wird. Das Seminar, das es eigentlich gar nicht geben sollte, denn der Teil des Klosters, in dem normalerweise Seminare ihren Platz haben, wäre zu der Zeit wegen Renovierung geschlossen,

hatte man Sian und Lunaris auf ihre Anfrage geantwortet. Dennoch blieb ihre Anfrage bestehen und nicht nur das, sie war auf wunderliche Weise, trotz der Absage, als Reservierung vermerkt worden.

Marie, die in der Rezeption arbeitet und der neue Leiter, der die Reservierung gar nicht mehr in Frage stellte, sagten: „hm, wir haben zwar keine Seminar Räume in der Zeit, dann müssen wir halt einen Speisesaal hernehmen.“ Und so geschah es. Das Seminar war manifestiert. Und nicht nur das, wir sollten ja noch den schönsten Saal, der eine eigene Terrasse hat mit Blick über die hinteren Wälder und am Rande noch die weite Rheinebene erahnen lässt erhalten! Es ist immer wieder so erstaunlich, wie die himmlischen Kräfte wirken, wenn etwas tatsächlich sein soll! Oft stelle ich mir das Universum vor wie ein gigantisches Orchester, in dem alle Instrumente zusammenspielen als ein Klangkörper, unter einem einzigen Dirigenten vereint, der immer den Überblick behält. Im Stillen danke ich noch einmal meinem Schicksal, dass es mich hierher geführt hat.

Wenn eine rosa Feder vom Himmel fällt

Im Seminarraum begegne ich auf einige andere Teilnehmer. Ich kenne außer Shana, der Helferin von Sian und Lunaris, niemanden hier und bin sehr gespannt, wen ich alles kennen lernen werde. So ein Seminar miteinander zu teilen, ist durchaus ein intimes Erlebnis und man kommt einander auf eine sehr wahrhaftige und innige Art näher, wenn man es zulässt. Jeder Seminarteilnehmer konnte für sich nun eine der für uns bereitgestellten Kerzen mit dem Zeichen der Odilia aussuchen, Auch war für alle Seminarteilnehmer ein Empfangssekt geordert worden und so stoßen mit einem Gläschen Sekt auf meine Ankunft an, was für eine nette Idee. Ich schnappe mir meinen Schlüssel und gehe nach oben.

Mein Zimmer erinnert an die klösterlichen Zeiten. Es ist einfach und zweckmäßig, einzig Dusche und Toilette finden sich als Tribut an die modernen Errungenschaften der Zivilisation und ich fühle mich sofort wohl hier. Ich habe schon öfter mal in Klöstern übernachtet, auch in solchen, die zu Hotels umgebaut wurden und mehr als einmal habe ich die Räume als bedrückend und düster empfunden.

Hier ist es, als würde der Raum seine Arme öffnen und mich willkommen heißen.

Das erste gemeinsame Abendessen verläuft angeregt und lebhaft. Ich sitze mit Rosi und Anna am Tisch und frage sie, ob sie auf der Herfahrt auch etwas Besonderes erlebt hätten. Rosi meint, sie hätte ein sich öffnen gespürt, von oben bis unten hätte sie sich weit geöffnet gefühlt. Und Anna hatte ein Brennen an den Füßen, richtig heiß sein ihre Füße geworden. Nur Micheline, die direkt von ihrem Job aus losgefahren ist und noch etwas abgehetzt wirkt, meint, es käme im Moment sowieso nichts an sie heran. Das kenne ich so gut und ich bin einmal mehr froh, dass mir irgendein himmlischer „Chef“ eine Ruhewoche verordnet hat. So bin auch ich geöffnet und sehr gespannt, was mir hier so alles widerfahren wird. Ich bin irgendwie erstaunt, wie viele Leute zu diesem abgelegenen Ort kurz hinter der französischen Grenze gekommen sind, mehr als sechzig sind es bestimmt. Auf den ersten Blick könnte es sich genauso gut um eine Reisegruppe handeln oder einen Sportverein. Nur wenn man den Gesprächen genauer zuhört, merkt man, dass sich hier Menschen versammelt haben, die sich auf einem spirituellen Weg befinden. Da ist Rosi, die Hebamme, die mit den ungeborenen Kindern im Bauch der Mutter Kontakt aufnimmt. Selina, die Heilerin, die jedes Jahr mehrmals nach England reist, um dort vom Job ausgebrannte und gestresste Menschen in ihre Mitte zu bringen. Heinrich erzählt mir, dass er mit Energie arbeitet und von ihm energetisierte Lebensmittel hinterher viel mehr Vitamine und Nährstoffe enthalten. Doch zunächst nimmt er sich meinen Rotwein vor, der ein wenig wässrig schmeckt. „Darf ich?“ fragt er und als ich nicke, hält er seine Hand über mein Glas und macht mit der anderen merkwürdige Bewegungen durch die Luft. Als ich den Wein wieder zum Mund führe, schaut er mich gespannt an. „Und, wie schmeckt er jetzt?“ Ich komme mir vor wie der Vorkoster des Königs, den alle beobachten, ob er vielleicht den Giftkelch erwischt hat. Der Wein schmeckt tatsächlich besser, weniger wässrig und irgendwie gehaltvoller. Heinrichs Gesicht erstrahlt vor Freude. In der Welt da draußen schlägt ihm viel Skepsis entgegen, wie er mir später erzählt, hier wird seine Gabe begrüßt. Und da ist die zurückhaltende Vivian, eine Pastorin, die das Treffen der dreizehn Großmütter in Arizona besucht hat. Eine Geschichte, die mich unglaublich beeindruckt und berührt hat, darum ist sie einen kleinen Schlenker wert. Dreizehn eingeborene Großmütter treffen sich seit fünf Jahren regelmäßig, um ihre Gebete und die  medizinischen, heilerischen Kenntnisse ihrer Vorfahren zu vereinen, zur Heilung von Mutter Erde und ihren Bewohnern. Weil sie davon überzeugt sind, dass das Wissen ihrer Ahnen dringend gebraucht wird in diesen Zeiten. Sie kommen aus allen Ecken der Welt, aus der Tundra Alaskas, dem Regenwald des Amazonas, den Bergen von Tibet, den Wüsten Süd Amerikas, oder aus Zentral Afrika, um für ihre Vision einer heilen Erde eins zu werden und ihre Kräfte zu sammeln. Und um sich mit all denen zu vereinen, die ebenso wie sie den Schöpfer ehren und für den Frieden und die Heilung der Erde beten. Vivian, die Pastorin, war im Sommer zu deren Treffen nach Arizona geflogen und hat für zwei der Großmütter ihre Naturwesen mitgebracht, die Sian für sie gemacht hat. Und so wohnt jetzt ein Gnom bei Grandmother Flordemayo im Südwesten der USA und ein Regenbogenzwerg bei Grandmother Julieta in Mexiko. Ist das nicht eine wunderschöne Geschichte? Damit schließt sich auf eine Art auch wieder der Kreis, denn genauso wir hier auf dem heiligen Berg, die wir uns mit Mutter Erde verbinden und Heilung und Reinigung suchen, sind ein Teil dieser Vision. Später finde ich heraus, dass zwei weitere Pastoren an dem Seminar teilnehmen. So manifestiert sich auch ganz sichtbar das, was Sian in ihrer Einladung bereits schrieb, nämlich dass sich hier die christliche und vorchristliche Religion vereinen. Später sagt mir Sian, dass es die Menschen sind, ohne die ein Manifestieren nicht möglich wäre, dass es ihre Energie und Anwesenheit ist und dass jeder dabei etwas ganz Einzigartiges verkörpert und alle gemeinsam erst das Ganze ergeben. Sian klopft mit dem Messer gegen ihr Glas, das muntere Geplauder verebbt, und wir lauschen ihrer kurzen Begrüßungsansprache. Alle sind sehr gespannt auf den nächsten Tag und jeder spürt die starke Energie dieses Platzes.

In meinem Zimmer erwartet mich eine große Überraschung. Als ich das Bett aufschlage, weht mir eine winzige rosa Feder entgegen. Ich fange sie auf und lege sie in meine Hand. Zart und flauschig liegt sie da, bereit, beim kleinsten Luftzug davon zu fliegen. Wo kommt die jetzt her, bitteschön? Federn, sagt man, sind Zeichen der Engel. Ich muss an das Buch denken, das ich geschrieben habe. Jedem Buch liegt ein Lesezeichen mit einer rosa Feder bei, als Anker und Erinnerung an die Träume, an die man nicht aufhören sollte zu glauben. Hat die Feder etwas damit zu tun? Mir kommt es so vor, als würde ich ein schmunzeln im Raum spüren. Ich bin jedenfalls ganz aufgeregt und lege die kleine Feder vorsichtig in ein Buch, damit ich morgen weiß, dass ich nicht geträumt habe. Als ich das Fenster öffne, sehe ich weit unter mir die Lichter der Menschen in der Rheinebene und über mir funkeln die Sterne. Ich atme die kühle, frische Luft tief ein. Wie oben so unten, denke ich, alles ist eins. Mir ist ganz feierlich zumute und ich habe ganz fest das Gefühl, genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Mit dem Gefühl krieche ich müde unter die Decke.

Sobald ich im Bett liege, überfällt mich eine starke Unruhe. Ich fühle mich nervös und angespannt, ohne jeden Grund. Es wird immer schlimmer. Mir ist, als wäre in mir eine Herde Ameisen unterwegs. Als ich in  mich hinein spüre, vernehme ich eine sanfte, liebevolle Stimme: „das ist der Kampf der letzten Schatten. Nichts schlimmes, mach dir keine Sorgen.“ Ein wenig beruhigt falle ich in einen viel zu kurzen Schlaf.

1.Tag - Licht kommt, wenn wir leichter werden – die Gepäckannahme ist geöffnet

Am nächsten Morgen fühle ich mich weniger zerschlagen, als es nach so einer Nacht der Fall sein müsste. Vor dem Fenster erwartet mich ein überwältigender Anblick. Die ganze Rheinebene, die sanften Hügel in der Ferne, alles ist in einen rosa Dunst getaucht, ein Gefühl vollkommenen Friedens. „Es geht nur um Dein Herz“ sagt die sanfte Stimme in mir, „immer nur um Dein Herz!“

Beim Frühstück stellt sich heraus, dass sich die Seminarteilnehmer in zwei Lager spalten.

Einige haben so gut geschlafen wie lange nicht mehr, „wie ein Baby“ lautet ihre einhellige Antwort auf meine Frage, oder aber das glatte Gegenteil. Manche haben sich gewälzt, hatten schlechte Träume oder sind immer wieder aufgewacht. So wie ich auch. Offenbar sind die Energien schon am Wirken.

Im Seminarraum liegt eine fröhliche Erwartung in der Luft und es duftet köstlich nach blumigen Aurasprays. Die Fenster gehen hinaus auf die Ebene und zeitweise sieht es von meinem Platz so aus, als würden wir schweben. Einen besseren Ort für ein solches Seminar könnte ich mir wahrlich nicht vorstellen. Und überall stehen Zwerge, Trolle, Gnome, Wasserwesen, auf der kleinen Bühne, auf Tischen am Rand und beanspruchen ihren Platz als Teilnehmer genauso wie wir. Ich setzte mich erleichtert auf meinen Stuhl. Endlich geht es los.

Sian stimmt uns ein mit einer kleinen Ansprache. Sie sagt, dass eine kleine Menge von Menschen, die erwacht sind, oder sich auf dem Weg dazu befinden, den Gegenpol bildet zu der noch schlafenden Masse. Und je mehr Menschen erwachen, desto mehr Energie und Licht werden frei gesetzt und umso mehr Menschen im Kollektiv können auch erwachen. Ich finde, man merkt das auch im täglichen Leben. Im Außen wird es für mich dadurch sichtbar, dass immer mehr „ans Licht“ kommt. Es scheint, als gäbe es nicht mehr so viel Dunkelheit, um alles Mögliche zu verstecken.

Wir erhalten nun eine Einweihung. Jeder geht nach vorne, erhält eine Energieübertragung von Sian mit der Energie von Mutter Maria und eine Reinigung von Lunaris. Obwohl hier über sechzig Menschen sitzen, herrscht eine konzentrierte Ruhe im Raum. Ich bin die erste, weil ich links außen in der ersten Reihe sitze. Sian nimmt mich bei den Schultern und spricht etwas, was ich nicht verstehe. Ich schließe die Augen und habe das Gefühl, als ob ich innerlich wachsen würde. Meine Wirbelsäule richtet sich auf und ich dehne mich immer weiter aus. „Ich wachse zu meiner wahren Größe“ denke ich und gleichzeitig schelte ich mich wegen meiner Überheblichkeit. Die Worte von Nelson Mandela kommen mir in den Sinn, dass wir nicht Angst vor der Dunkelheit haben, sondern vor unserem eigenen Licht. Also, beruhige ich mich, ich darf ruhig denken, dass ich zu meiner wahren Größe wachse. Nun legt Sian ihre Finger auf mein drittes Auge und sprüht mich mit einem der Naturweltenauraspray ein. Es ist dieses mit der Energie Marias, hergestellt nach ihren Rezeptangaben. Darin könnte ich ein Bad nehmen, so gut riecht es! Lunaris dann reinigt meine Aura mit einer großen Feder. Ein Gefühl, als würde ein frischer Wind alten Staub hinaus wehen. Später erklärt er mir, dass er den Dreck, der in der Aura hängt, sehen könne und dieser Dreck, bestehend aus alten Energien, alten Mustern und negativen Erfahrungen, der würde ihm sozusagen gehorchen, wenn er ihn aus der Aura jagt. Toll, so jemanden bräuchte ich zuhause!

Jeder durchläuft die gleiche Prozedur. Einer der Männer bleibt nach der Reinigung von Lunaris glückselig lächelnd, mit geschlossenen Augen, stehen und scheint ganz vergessen zu haben, wo er sich befindet. Sian muss ihm einen Stups geben und wie jemand, der nach einem langen, erholsamen Schlaf die Augen öffnet, blickt er Orientierung suchend in die Runde. Alles lacht. Doch trotz des Humors und der Leichtigkeit kann man spüren, dass es für jeden ein intensives, tief greifendes Erlebnis ist.

Bewusst - sein heißt wissen wie man denkt und handelt

Es folgt ein von mir mit Spannung erwartetes Channeling von Mutter Maria, eine Energie, mit der ich bewusst noch sehr wenig zu tun hatte. Ihre Energie ist sehr sanft und liebevoll. Ich fühle mich, als würde ich in einen unendlich friedlichen Schlaf sinken, von liebenden Armen gehalten und gewiegt.

Ich fasse so gut ich kann zusammen, was Maria uns mitteilt, denn ich finde, dass diese Worte für alle Menschen wichtig sind:

Viele Verwundungen, Trauer und Schmerz haben uns den Blick verschleiert. Dieser Schleier wird nun hinfort genommen und wir treten ein in das Reich der Wahrhaftigkeit. Wir begreifen Stück für Stück, wer wir wirklich sind, welche Kraft und Wonne einst in unserem Herzen war. Je mehr wir es schaffen, unser Licht in der Dualität, im Alltag leben zu können, desto mehr durchleuchten wir alles Irdische damit. Die Zeit auf Erden wird immer schneller. Wenn wir Schritt für Schritt in unserem irdischen Gewand Licht und Liebe dort hin bringen, wo es gebraucht wird, weil wir Träger der Liebe sind, legen wir eine leuchtende, strahlende, wundervolle Lichtspur. Wenn wir in unserem Herzen Raum schaffen, für Wunder, werden sie geschehen. Doch wir müssen bereit sein, dass auch Trauer und Schmerz, die wir erlebt haben, sein dürfen.

Denn nur wenn wir das zulassen, kann Heilung geschehen.

Die nächste Information ist sehr spannend. Der Felsen, auf dem das Kloster gebaut ist, liegt über einer kristallenen Stadt, deren Tore jetzt für kurze Zeit geöffnet sind. Wir können mit Aspekten von uns dort hinein gehen. Niemals zuvor war es so einer großen Zahl Menschen gestattet, dort hin zu reisen. Viele Jahre lang lag sie schlafend, bereit, all die Energien in dem Raum der Reinheit zu halten.

Odilia, die Gründerin des Klosters, war eine Eingeweihte in die alten Traditionen und Energien. Auch ihre Energie ist bei unserem Seminar präsent. Maria ruft uns auf, den Schmerz und alles Belastende, das in unseren Zellen gespeichert ist, los zu lassen, um die Geschenke empfangen zu können, die wir nun erhalten. Es ist sehr wichtig, alle Vorstellungen und Erwartungen aufzugeben, denn sonst werden sich nur unsere Bilder verwirklichen. Frei von Leid und Karma werden wir nur, wenn wir Neid, Zorn, Hass und alte Verletzungen abgeben und loslassen. Sonst müssen wir immer wieder kommen, um altes zu klären. Der direkte Weg ins Licht heißt: Loslassen.

Es gibt zwei Arten von Energien: die, die nicht gut tun und uns traurig und schwer machen und die, die gut tun und uns Freude bereiten. Und wir können uns immer wieder neu entscheiden, welche wir erleben möchten. Und es gibt zwei Arten, mit Hindernissen umzugehen: seine ganze Aufmerksamkeit darauf zu richten und mehr und mehr Probleme und Schwierigkeiten anzuziehen, oder es lächelnd zu betrachten als einen Teil des großen Ganzen, es so stehen lassen und unseren Weg frei und fröhlich fortsetzen. Nur wenn wir ganz frei sind, können wir erwachen. Folgen wir diesem Weg, sind wir immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Maria sagt, sie wird uns begleiten auf dem Weg der Liebe, der Freude, des Mitgefühls, der Barmherzigkeit, und des Wahrnehmens, was ist.

Als die Stimme Marias verstummt, muss ich mich erst einmal orientieren, wo ich bin. Das war eine sehr tief gehende Botschaft. Es scheint, als sei sie bis in unsere Zellen vorgedrungen, oder besser, als hätte Maria während des Channelings in unseren Zellen gewirkt. In diesem Augenblick wird mir klar, dass Maria die gesamte Woche vor dem Seminar bereits bei mir war und mir half, mehr und mehr in mein Herz zu gehen, um mich für diese Erfahrung hier zu öffnen. Und ich fühle mich unendlich dankbar, dass die Aufgebe, diesen Bericht zu schreiben, mich hierher geführt hat. Es sollte so sein und ich habe tatsächlich den Ruf in meinem Herzen ganz deutlich gehört und bin ihm gefolgt.

Die irdischen Freuden des nun folgenden Mittagessens genieße ich sehr, besonders den Nachtisch, der aus Eis und in Schnaps eingelegten Kirschen besteht. Alicia schnappt sich eine übrig gebliebene Schüssel und bringt sie den im Seminarraum zurückgebliebenen Naturwesen. „wie, die mögen Schnapskirschen?“ frage ich sie. „Na und wie, das lieben sie“„Nicht dass sie nachher alle zu singen anfangen“ sage ich und stelle mir gleichzeitig eine lustig schunkelnde Menge von Zwergen, Gnomen und Trollen vor. „Macht doch nix, wir hören es ja nicht, nur die Sian“ antwortet Alicia lächelnd.

Ich finde es wunderbar, dass es neben der Intensität der spirituellen Erfahrung und der Weihe dieses Ortes immer wieder auch Grund zum Lachen und zur Fröhlichkeit gibt. Das ist genau die richtige Mischung, denke ich mir, den Erwachenscocktail gibt es nur zur Happy hour. Apropos, mal sehen, ob nicht noch ein Eisbecher übrig ist....

Wir erschaffen die Zukunft – in welcher Welt möchte ich leben?

Der zweite Teil des Tages beginnt mit einem Vortrag. Es geht um Mutter Erde, die Natur, und unseren Umgang mit der Natur und um dem Aufstieg. Manchmal springt Sian scheinbar zusammenhanglos von einem Thema zum anderen. Später erklärt mir Lunaris, das läge daran, dass sie die Fragen, die die Seminarteilnehmer in sich tragen, spürt und sie beantwortet. Ich werde nur ein wenig daraus wieder geben, denn es dauert eine ganze Stunde und ist ein sehr spannender Querschnitt durch verschiedene Themen, aus denen man locker ein Buch machen könnte.

Je mehr der Mensch begreift, wie viel göttliches Licht er in sich trägt, wie sehr er Schöpfer all der Dinge ist, die hier geschehen, desto schneller wird es möglich, dass die Erde MIT ihren Bewohnern angehoben wird. Es gibt verschiedene Zukunftsszenarien und jeder einzelne erschafft mit, was davon eintreffen wird und wie die neue Erde ausschaut, denn wir sind Schöpfer. Dessen sollten wir uns immer bewusst sein. In welcher Welt möchte ich leben?

Ein sehr wichtiges Thema ist die Bombardierung mit schlechten Nachrichten in den Medien, der wir ständig ausgesetzt sind. Das ist ja eine bewusst gesteuerte Maschinerie und es ist von großer Bedeutung, wie wir damit umgehen. Wohin lenke ich meine Aufmerksamkeit? Steige ich voll ein auf die Angstmache? Rede ich mit jedem darüber, wie schrecklich die Schweinegrippe ist, oder noch schlimmer, lasse ich mich von dieser Angst anstecken? Das ist der beste Weg, diese Energien noch zu verstärken. Es ist wichtig, dass wir solchen Nachrichten gute Energien entgegensetzen, denn jedes gute Gefühl im Herzen hat hundert Mal mehr Kraft, als ein negatives. Würden wir alle beschließen, wir wollen nur noch gute Nachrichten lesen, nur noch positive Gedanken aussenden, würden wir uns alle sofort energetisch höher aufschwingen, leichter werden.

Mutter Erde sagt, dass sie die Menschen liebt, dennoch gibt es Naturkatastrophen, weil die den Bewusstseinszustand der Menschen widerspiegeln. Wasser zum Beispiel ist immer mit Emotionen gleichzusetzen, Überschwemmungen schwemmen hinweg, Stürme fegen etwas hinfort und so weiter.

Wenn wir uns dessen bewusst sind, können wir aus diesen Lektionen lernen.

Die Bäume, die es schon viel, viel länger gibt auf der Erde, als uns, geben ihre Energie in die Erde hinein und das Gehirn wächst wie Energien aus dem Boden heraus, sozusagen. Das Wesen, das im Baum lebt, versucht, Energien nach oben zu schießen. Wenn ich den Baum beschneide, blutet er, denn er ist ein lebendes Wesen. Wenn ich ihm aber vorher Bescheid sage, kann er seine Energien bis dahin zurückziehen. Das ist bewusster Umgang mit Natur und den müssen wir wieder lernen. Ja, denke ich, wenn wir unsere Verbindung zur Natur nicht verloren hätten, könnten wir ihr auch nicht antun, was wir ihr antun! Eine Information fand ich besonders lustig: Wenn wir in die Natur hinausgehen und sind nur im Kopf, dann sehen die Naturwesen uns wie eine große Kugel ohne Beine. Also da gehöre ich bestimmt auch öfter mal zu dem Modell XXL Kugel.

Am Nachmittag besuchen uns überraschender Weise dann Siana Eltern. Sie werden von Sian und Lunaris freudig begrüßt. Sian kommt mit ihnen nach vorne und stellt uns strahlend ihre Eltern vor. Sian sagt uns, dass sie seid einigen Jahren Gästeführer sind, die ab und an mit einer Reisegruppe auf den Odilienberg kommen. In der Kaffeepause überraschen sie uns mit einer spontanen Einladung zu einer persönlichen Führung durch die beiden Kapellen und einigen Bereichen des Klosters. Sians Mutter erzählt uns staunend Hörenden dabei, wie die Geschichte und Überlieferung von Odilia ist und erläutert an den Wandgemälden und Mosaiken, was sie bedeuten und darstellen. Sie zeigt uns den damaligen Papst, zeigt auf das Drachenboot, das von den Merowingern erzählt, deutet die Engeldarstellungen und Priester bei ihrer Taufe sowie ihre Lieblingsnichte. Eine wirklich nette Überraschung, diese spontane Führung! Alle applaudieren und freuen sich, Sians Eltern kennen gelernt zu haben.

Religion heißt das Leben feiern – singen am Grab von Odilia

Nun erzählt uns auch Sian sehr viel von Odilia, nach der dieses Kloster benannt wurde. Sie erzählt, dass sie eine Merowingerprinzessin war, eingeweiht in alte Traditionen und Praktiken. Sie wurde um 700 vor Christus blind geboren. Ein Kind in ihrem Stand beerbte damals die Mutter und Bereswinde war eine Merowingerkönigin und eine sehr kluge Frau. Ein Kind mit einem Fehler konnte zu diesen Zeiten vom Vater getötet werden. Damals war das nichts besonderes, denn das Töten eines Neugeborenen war etwas Alltägliches. Bereswinde brachte sie daher nach einer Eingebung durch Mutter Maria heimlich nach Balma. Dort wurde sie in alte Praktiken und Traditionen der damaligen Lehre der Merowinger eingeweiht. Weit weg von zuhause hielt sie dennoch Kontakt zu ihrer Mutter und ihrem Bruder, den sie sehr liebte. Odilia hatte ein sehr tiefes Empfinden für die Natur und als Odilia getauft wurde (damals war eine Taufe ein heiliges Ritual, auf das sich der Täufling viele Jahre vorbereitete) konnte sie wieder sehen. Das war ein Grund, dass sie wieder in dem elterlichen Schoss hätte aufgenommen werden können, dass sie nun heimkehren konnte. Die ganze dramatische Geschichte endete jedoch damit, dass ihr Vater, der sie einst töten wollte dann ihren geliebten Bruder umbringen ließ. All seine Taten jedoch bereute er und ließ für Odilia das Kloster bauen. Man sagt, dass sie viel um ihn geweint hat und für sein Seelenheil gebetet hat, trotz allem, was er ihr und vielen Menschen angetan hat. Daran erinnern die Kapelle der Tränen und ein Stein im Boden, der von Odilias Tränen und dem vielen Knien ganz abgenutzt wurde.

Dann macht Sian einen kurzen Schlenker zu Maria und ihrer Zeit. Maria, selber eine Essener Eingeweihte,  sagt, es gab Feste, die gefeiert wurden, es wurde gemeinsam musiziert und man tauschte sich über Gott aus. Fröhlichkeit, Lachen und Tanzen war an der Tagesordnung. Es war eine natürlich gelebte Religion. Der Mensch machte später daraus das, was wir heute als christliche Religion kennen. Etwas, das oft unbeweglich und starr ist und zu wenig Raum lässt für die so wichtige Lebensfreude und Lebendigkeit.

Bevor Sian uns zum Abendessen entlässt, gibt sie uns noch den Hinweis, dass in dieser Nacht die Energien ihren Höhepunkt erreichen und wir alles, was wir nicht mehr brauchen, was uns nicht mehr gut tut, einfach abgeben sollen. Nach all den vielen den Informationen über Odilia und Maria sehe ich den Ort noch einmal mit anderen Augen. Und ich mache mich sofort auf, eine ganz bestimmte Kirche zu suchen, von der Maria erzählt hat. Als ich sie rechts vom Klostereingang finde und die Tür öffne, sehe ich im hell erleuchteten Kirchenschiff  Menschen ins Gebet vertieft. Leise schließe ich die Tür hinter mir und nehme die Atmosphäre in mir auf. Dies ist also der Platz, an dem seit dem 05. Juli 1931 Menschen ununterbrochen für den Frieden beten. Tag und Nacht! Wenn die einen gehen, kommen die nächsten, die Kette reißt niemals ab. Ich bin sehr beeindruckt von so viel Absicht, und versuche mir vorzustellen, was das in unserer Welt bewirkt. Nach einer Weile verlasse ich diesen so einzigartigen Ort des Friedens und begebe mich zum Abendessen.

Nach dem Essen beschließen Sian, ein paar weitere Frauen und ich in die Grabkapelle zu gehen, in der Odilias Sarkophag liegt. Es ist eine kleine Kapelle, die abends im Dunkeln liegt und nur, wenn sich etwas bewegt, geht das Licht an. Wir verteilen uns in den wenigen Holzbänken, das Licht geht wieder aus und vor uns in der Dunkelheit leuchtet der mit goldenen Beschlägen und einem goldenen Griff verzierte Sarkophag Odilias. Sian beginnt zu singen, nach und nach fallen wir anderen ein, es strömt aus unseren Herzen. Es fühlt sich wunderbar an, an so einem besonderen Platz in der Gemeinschaft mit anderen Frauen ( und einem Mann: Heinrich ) zu einem Klang zu werden. Meine Kopfhaut kribbelt stark und ich habe das Gefühl, als wären wir umringt von Odilia, Maria und anderen früheren Klosterfrauen, die alle mitsingen. Als Sians Stimme beim letzten Lied besonders hell und klar erstrahlt, sagt sie uns, dass Odilia in sie eingeströmt ist und sie uns in ihrer damaligen Sprache ein Lied sang. Als wir schließlich aufbrechen, um schlafen zu gehen meint Sarah, sie hätte noch Stunden weiter singen können, mir geht es ähnlich. So wird es gewesen sein, als Maria einst mit ihren Freunden und Weggefährten feierte und sang. Ich denke so für mich, das erlebt man auch nicht alle Tage, nachts, hoch über der Welt, vor dem Sarkophag einer Heiligen gemeinsam zu singen!

Wieder verbringe ich eine unruhige Nacht. Doch ich wehre mich nicht, denn es fühlt sich stimmig an, dass es so ist. Es scheint mir, als würde einfach altes hoch gespült, damit es an die Oberfläche kommt und bereinigt werden kann.

2.Tag - Wolkensahne zum Frühstück - Frei werden von Leid und alten Mustern

Die Welt vor meinem Fenster ist unter einer Wolkenschicht verborgen, die violett - rosa leuchtet im ersten Licht des Sonnenaufgangs. Nur die höher gelegenen Wälder ragen daraus hervor. Es sieht aus, als ruhte die Ebene unter einer Schicht geschlagener Wolkensahne. So mag es früher hier ausgesehen haben, eine Welt ohne Autobahnen und Supermärkte...

Nach dem Frühstück erstrahlt die Sonne in ihrer ganzen Pracht und taucht alles in ihr goldenes Licht. Der Wetterbericht hatte heftige Regenfälle prophezeit, doch von Regen keine Spur!

Viele haben in dieser Nacht die starken Energien gespürt. Manche konnten lange nicht einschlafen, andere waren um fünf schon wach und putzmunter. Und einige hatten sehr intensive Träume. Hans träumte von seiner eigenen Beerdigung. Alle warteten nur auf ihn, doch er ließ sie warten, denn er wollte sich unbedingt noch von ein paar Menschen verabschieden. Ein interessanter Traum, in einer Nacht, in der es um das Loslassen alter Energien geht!

Es stellt sich heraus, dass einige der Männer, ohne von uns Frauen (und Heinrich) in Odilias Grabkapelle zu wissen, zur selben Zeit in der nahe gelegenen Druidenhöhle gesungen haben! Alleine so etwas kommt mir vor, wie ein kleines Wunder. Die Gruppe fühlt sich leichter, beschwingter an heute, manches Gepäck ist anscheinend schon aufgegeben worden.

Das erste Thema von Sian heute sind die Emotionen. Alles das, worin wir durch alte Erfahrungen verstrickt sind. Manche von uns sind schon viele Leben hier gewesen und haben viele leidvolle Erfahrungen abgespeichert. Sich davon zu lösen, ist für den Aufstieg elementar wichtig.  Ich stelle mir das immer vor wie einen Heißluftballon, je mehr Ballast ich abwerfe, desto höher kann ich steigen.

Solange ich alte Verletzungen nicht heile, gerate ich immer wieder ins kämpfen. Um frei zu werden von Leid und Karma, muss ich die Ego Spiele aufgeben. Man soll Gefühle von Wut, Schmerz und Trauer nicht verdrängen, all das braucht seinen Raum, aber ich darf nicht gänzlich darin versinken. Vieles hat seine Ursache in alten Verletzungen. Wenn man diese nicht heilt, muss man immer weiter kämpfen. Was kann ich tun, um wieder in meine Mitte zu gelangen? Etwas tun, was mir gut tut. Spazieren gehen, malen, meditieren, oder singen und Musik hören. Musik kann ein kraftvoller Heiler sein. Was einem gut tut, das muss jeder für sich selbst herausfinden, denn jeder ist anders.

Vor allem aber sollte man nicht in Resonanz gehen mit den Emotionen der anderen, nicht mit eigenen Gefühlen wie Abwehr, Wut, oder Rechtfertigung darauf reagieren. Fließend werden, durchlaufen lassen. Ich bleibe liebevoll bei mir, und steige nicht darauf ein. Ich lasse die Meinung, die Emotion des anderen stehen. Es gehört zu ihm, nicht zu mir.

Dieses Seminar ist so ein großes Geschenk, sagt Sian, dass es trotz Renovierung und geschlossener Seminarräume stattfinden kann. Ja, dass wir überhaupt hier sein dürfen. Denn so eine Art von Seminar in einem Kloster abhalten zu dürfen, das ist ja wohl auch nicht gerade so selbstverständlich.

Und als Krönung des Ganzen, dass jetzt die Tore zur Kristallstadt unter dem Kloster geöffnet sind und wir uns diese reinigenden Energien zunutze machen können, die uns von Mutter Erde aus ihren reinsten Bereichen zur Verfügung gestellt werden. Denn ab morgen werden die Tore wieder für ein Jahr verschlossen sein müssen.

Im Anschluss an Sians Vortrag machen wir Finger Mudras. Eine bestimmte Stellung der Finger hat bestimmte Wirkungen. In jeder Fingerspitze sind über viertausend  Nervenbahnen. Wenn ich die bewusst einsetze, kann das viel bewirken. Wenn sich zum Beispiel die Spitze des Zeigefingers und des Daumens  berühren, kann man dadurch bei regelmäßigem Praktizieren Schlaflosigkeit, Gedächtnismangel und Depressionen beheben. Jede Mudra hat ihre spezifische Wirkung. Wir können nun ausprobieren, was uns gut tut, während wir einige Musikstücke hören. Ich merke, wie gut mir das bewusste, tiefe Atmen tut. Oft fällt mir bei mir selber und bei anderen auf, dass wir zu oberflächlich atmen, die Lebenskraft nicht richtig in uns aufnehmen. Dabei ist es so ein wichtiges Hilfsmittel, in die eigene Mitte zu kommen und ein so herrlich unkompliziertes noch dazu. Es kostet nichts und ist überall vorhanden.

Surfen durch die Milchstraße oder man darf auch Spaß haben

Danach dürfen wir dem zweiten Channeling von Mutter Erde,  Lady Gaia lauschen. Die Energie von Lady Gaia ist erdig und kraftvoll. Lady Gaia sagt: „Du bist ein Kind der Erde. Du trägst das Licht der Erde! Wo immer Du bist, ich bin in Dir. Spüre dich in mir. Du bist nicht allein! Sei getrost, geführt, geleitet. Wachse. Erkenne. Lasse Dich von der Stimme deines Herzens leiten, sie führt dich an sichere Orte!“ Ja, das ist es, was so wichtig ist. Das Gefühl, dass die Erde ein Teil von mir ist. Das ganze Dilemma kommt ja daher, dass wir uns als getrennt von der Erde empfinden. Da ist diese riesige Kugel und da sind wir. Dabei ist es ein unendlich liebevolles, unendlich geduldiges Bewusstsein, ohne das es uns gar nicht gäbe. Einen Moment lang macht es mich traurig, wie wir mit der Mutter, die uns nährt, umgehen. Und es macht mich demütig, wie sehr sie uns dennoch liebt. Lady Gaia erzählt weiter. Viele Schritte ergeben den Weg. Der Weg offenbart sich nur, wenn Du bereit bist, zu gehen. Achte alles Leben, habe Freude, wenn Du durch die Natur gehst, verschenke Dein Licht. Wann immer wir die leise Stimme unserer Intuition vernehmen, und wir sie beachten, wird sie uns in allen Lebenslagen den Weg zeigen.

Interessant sind die Informationen zum Aufstieg. Die Menschen werden in einzelnen Wellen aufsteigen, spiralförmig steigen wir in die höhere Dimension, um dort auf der neuen Erde Schulungsräume aufzubauen, Leuchtfeuer zu entzünden, auf das andere ihren Weg finden.

Jeder erkennt dann, was er zu tun hat. Die Liebe wird sich zeigen in ihrer reinsten Form.

Das erfüllt mich mit Freude. Viele von uns können es ja gar nicht erwarten, endlich in vollem Umfang ihre Aufgaben erfüllen zu dürfen und ihre Gaben zu geben. Zum Abschluss erhalten wir einen Segen von Mutter Erde, der uns alle tief berührt. Wir spüren, dass wir uns an ihre Kraft und ihr Licht anbinden können, dass wir ein Teil von Mutter Erde sind. Ich fühle mich stark wie ein Baum und ebenso verwurzelt auf diesem wunderschönen, einzigartigen Planeten. Es bleibt noch ein Moment der  Stille im Raum hängen, bevor es wieder raschelt und murmelt und wir dann die Türen zur Terrasse öffnen, um frische Luft zu atmen. Was für ein Geschenk, dieser Segen von Lady Gaia, dieser Platz, und dazu noch diese Zeitqualität, die die Tore der Kristallstadt genau bis morgen für uns geöffnet hält. Und da sage noch einer, es gäbe keine Wunder...

Nach einer kleinen Pause auf der Terrasse mit dem einzigartigen Blick über die Weite der Rheinebene geschieht die für mich persönlich kraftvollste Übung. Ein Energieübertragung von Lady Gaia und eine Reinigung unseres Lichtkörpers durch verschiedene Schichten unseres Seins. Ich sehe mich wahrhaftig auf einem Surfbrett durch die Milchstraße surfen, fühle förmlich den Wind in meinen Haaren, erfüllt von einem Gefühl grenzenloser Freude und Freiheit. Plötzlich bekomme ich ein schlechtes Gewissen: ich kann doch hier nicht einfach Spaß haben, es gibt so viel zu tun! Typisch, denke ich. Freude und Freiheit sind wie weggeblasen, das Gefühl kenne ich gut. Ich spüre, wie die kraftvolle Energie Jesu kommt und in mir höre ich deutlich: „Lasse los! Du kannst und tust doch bereits sehr viel und Du kannst dabei Spaß haben! Das ist völlig in Ordnung“. Ich bin sehr erleichtert. Null Bea, mit der Lizenz zum Spaß haben...vom Sohn des Chefs persönlich!

Als wir alle wieder die Augen öffnen, sehen wir, dass Nebelwolken über die Hänge des Berges ziehen. Es sieht aus, als würden wir im Himmel schweben. Es erscheint, als wären wir in einer anderen Welt angelangt. Ein Wolkenmeer, wo nur noch die Bergspitzen hervor ragen. Nebelwolken als wären sie Wellen im Meer des Lebens, die über die Berghänge ziehen und alles einhüllen. Und das alles geschah während dem Channeling von Mutter Erde, Lady Gaia, geradewegs so, als wollte sie uns etwas damit zeigen. Nebel, an diesem sonnigen Tag! Keine Welt mehr „da draußen“ wie wir sie kennen ist mehr zu sehen. Alles schaut staunend nach draußen. „Wenn der Nebel kommt, sind die Feen unterwegs“ sagt Sian.

Was wir von den Pinguinen lernen können und eine geheimnisvolle Botschaft in einer Frauenzeitung

Vor dem Mittagessen gehen wir alle hinaus und stellen uns wie die Pinguine dicht gedrängt im Kreis auf, so dass wir einander spüren und wärmen. Das soll uns helfen zu fühlen, dass es Freunde und Hoffnung gibt, und Hilfe, wenn ich darum bitte. Ich bin nicht allein! Ich schließe meine Augen, lehne mich an jemanden, von dem ich nicht weiß, wer es ist und fühle mich als Teil eines Ganzen und habe doch genug Raum dafür, gleichzeitig ich selbst zu sein. Eine wunderschöne Erfahrung.

Ich wundere mich, was ich hier für einen Hunger entwickle. Trotz der üppigen Mahlzeiten lange ich immer wieder zu. Beim Mittagessen tauschen wir Erfahrungen aus. Jeder fühlt sich leichter, „lichter“. Mancher schaut aus, wie mit Glitzer bestreut. Zu mir sagt Rosi: „du siehst so richtig vergnügt aus, deine Augen blitzen.“ Tja, denke ich, wie man halt so ausschaut, wenn man durch die Milchstraße gesurft ist. Hans sagt, er fühle sich zwanzig Kilo leichter. Und Michelle, die gestresst und ausgebrannt direkt von ihrem Job hier ankam, fühlt sich genährt und aufgepäppelt. Sarah hat Tränen in den Augen: „Ich dachte, ich muss alles alleine machen, alles alleine schaffen und jetzt fühle ich mich beschützt und geborgen und weiß, ich kann jederzeit um Hilfe bitten. Ich muss es nicht alleine schaffen.“

Zum Abschluss dieser wundervollen Tage machen wir gemeinsam im Wald ein Ritual.

In diesem Zauberwald gibt es außer der Druidengrotte auch ein Feen Plateau, dort tanzen ab und zu die Elfen und die Feen und wenn die Tore der Kristallstadt geöffnet sind, kann man mit etwas Glück auch Einhörner sehen, erzählt uns Sian.

Alle stellen sich im Kreis auf, umgeben von riesigen uralten Steinen und Bäumen, die still, wie lauschend, dabei stehen. Langsam senken sich Nebelschwaden auf uns nieder und ich fühle mich wie ein Druide in einer zeitlosen Zeit. Sian entzündet Räucherwerk und stellt sich in die Mitte. Wir drehen uns nacheinander in alle Himmelsrichtungen, um die Elemente zu grüßen und einzuladen. Dazu singen wir für jede Himmelsrichtung: „ Armaiti Anahita Atha Vaaju Ahura Mazda Ahura Mazda“

Danach kommt Sian zu jeden einzelnen von uns mit dem entzündeten weißen Salbei und einer Feder. Sie räuchert jeden damit von der Mitte des Herzens aus über den Kopf, den Rücken, die Arme über den Mittelfinger etwas noch „Altes“ herausziehend jeden Einzelnen und so dauert eine ganze Weile, bei fast sechzig Leuten, doch ein jeder hält die Energie, die sehr kraftvoll ist in diesem Kreis.

In der andächtigen Stille danach blickt jeder von uns nacheinander allen Seminarteilnehmern in die Augen und sagt stumm in seinem Herzen: „ich grüße das Licht in dir!“ Ich bin sehr bewegt von dieser Übung. Wenn ich einem anderen Menschen mit diesem Gruß in die Augen blicke, dann sehe ich einen Menschen, wie er wirklich ist. Nicht die Fassade, nicht die Unsicherheit, nicht meine Interpretation seiner Erscheinung, ich sehe wahrhaftig sein Licht. Wenn wir alle so aufeinander zugehen würden, hätten wir augenblicklich eine friedvolle Welt.

Als wir durch die Dunkelheit des Waldes zurück zum Kloster stapfen, frage ich Rosi und Shana, wie sie sich fühlen. „Ich habe ein wunderbar leichtes Herz, das erfüllt ist von einer sehr zarten

Liebesenergie“, lächelt Rosi, der es tatsächlich gelungen war, im Wald den Einhörnern zu begegnen.

Sie hat ihnen sogar ein Geschenk dagelassen, eine Glaskugel, mit einem Einhorn darin.

Wie schön es ist, hier miteinander solche Erfahrungen in Selbstverständlichkeit teilen zu dürfen! Shana sieht ganz anders aus als bei ihrer Ankunft. Sie war grau und übermüdet hier angekommen,

hatte zu viel gegeben, zu wenig auf sich geachtet und jetzt geht es ihr viel besser. „Das Wochenende war so ein großes Geschenk“, sagt sie leise. „Ich nehme so viel mit. Und ich habe viel über mich und mein Leben gelernt. Ich lerne jetzt in meiner Kraft zu sein und auch zu bleiben!“

Und dann ist es soweit: Das Seminar ist vorbei. Zweieinhalb Tage, gefühlte zwei Wochen. Nur schwer trenne ich mich von den mir lieb gewordenen Menschen, und von diesem Platz, der mich so wunderbar beschützt und getragen hat, mich unterstützt hat bei meiner Reise durch die Schichten meines Seins und bei meiner tiefen Reinigung. Einziger Trost ist mir die Tatsache, dass die Kristallstadt im nächsten Jahr wieder geöffnet ist und wie ich nun von Sian weiß, es zwei weitere Seminare 2010 hier geben wird, sie bereits in Verhandlung mit dem Kloster sind, wie es umzusetzen wäre. Sie sagt mir, dass es ihr während unserem Seminar klar wurde, Ein Seminar wird Mitte des Jahres sein, wo es über die Energie des Wünschens geht, ein Wunscherfüllungsseminar mit Namen Devar am 12. Juni und ein weiteres Aufstiegsseminar während der Toröffnung, die an Silvester über Neujahr ihren Höhepunkt erreicht. An Silvester auf dem Odilienberg mit Blick über die Rheintalebene, das stelle man sich vor! Na, das wäre doch eine hervorragende Gelegenheit für einen neuen Erlebnisbericht....

Ich fahre durch eine regnerische, dunkle Nacht meinem Zuhause entgegen und bin ganz ruhig, in mir ruhend. Fühle mich leichter, gelassener, freier. Sogar mein Kopf ist ruhig, der so gerne und so viel denkt. Immer mehr bekomme ich einen Geschmack davon, wie es sein kann nach diesem Aufstieg, wenn wir endlich frei sind von Leid und Karma und einander respektieren und lieben für das, was wir sind. Wenn wir das Leben auf diesem wunderschönen Planeten neu beginnen, als die Lichter, die wir sind. Wenn wir endlich zuhause ankommen. Ich danke dieser Erfahrung, die mich dem ein ganzes Stück näher gebracht hat! Wir warten nicht auf den Aufstieg, wir sind schon mittendrin.

Nachtrag: Zuhause schlage ich eine Zeitung auf. Irgendeines dieser bunten Frauenmagazine.

Es öffnet sich genau auf der Seite mit einem Artikel über die Geschäftsführerin einer französischen Modefirma. Überschrift: "Mit Liebe, von Odile"...

Beatrice Rezeat

 

 

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Sian Schirmer

Naturwelten  - Zwergenmutter
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